Die Drachen- und Gleitschirmflieger Werdenfels e.V. können auf eine 20jährige spannende und erfolgreiche Vereinsgeschichte zurückblicken. Am 30. Juli 1987 wurde das Gründungsprotokoll der „Gleitschirmsegler Werdenfels e.V.“ unterzeichnet, der 1. Vorsitzende war Bernhard Schmid, 2. Vorsitzender Walter Gatscher und Kassier Dieter Klarmann. Die weiteren Gründungsmitglieder waren Thomas Zeller, Rudl Spichtinger, Zico Franke und Dieter Grüner. Obwohl der Gleitschirmsport noch jung war, herrschte gerade in der Anfangszeit eine große Euphorie, so dass bei der Jahreshauptversammlung im Jahr nach der Vereinsgründung rund 80 Mitglieder verzeichnet werden konnten, von denen nicht wenige heute immer noch dabei sind! Der DGFW kann heute 230 Mitlieder verzeichnen.
Die Anfangsjahre des Vereins waren vor allem geprägt durch die Suche und Beantragung nach geeigneten Start- und Landeplätzen im Garmischer Fluggebiet. Bei Vereinsgründung waren zunächst Rosswank als Startgebiet und die Pfeifferalm als Landeplatz die einzigen genehmigten Fluggelände. 1989 musste die Pfeifferalm als Landeplatz aufgegeben werden, allerdings konnte im Oktober 1990 der Landeplatz am Gschwandtnerbauer hinzugewonnen werden, der sich bis heute –nicht zuletzt aufgrund der hervorragenden Einkehrmöglichkeit- großer Beliebtheit unter den Gleitschirmfliegern erfreut. 1994 wurde der Hausberg als Start- und Landegebiet zugelassen, der bis 2004 auch als Schulungsgebiet der hiesigen Flugschule diente. 1998 schließlich wurde der erste Genehmigungsantrag für das Kreuzjoch gestellt, die Zulassung wurde jedoch nicht erteilt. Aufgrund der Einstellung des Sommerbetriebes der Hausbergbahn musste jedoch ein adäquater Ersatz für den Flugschulbetrieb gefunden werden, was schließlich 2003 mit der Genehmigung des Startgeländes „Hexenkessel“ am Kreuzeck gelang.
In der Zwischenzeit kam es 2001 zur Zusammenlegung mit dem „Windsurfer- und Drachenseglerclub Werdenfels e.V.“ zum heutigen DGFW, was dazu führte, dass die bereits zugelassenen Start- und Landegebiete Osterfelder fortan auch von den Tuchfliegern genutzt werden konnten. Heute verfügt der DGFW über Startplätze am Wank, Hausberg, Kreuzeck und Osterfelder und Landeplätze am Gschwandtnerbauer sowie die Hauptlandewiese -und gleichermaßen Fliegertreffpunkt- an der Talstation Osterfelder. Aus der Zusammenlegung mit den Windsurfern erwuchs auch die Übernahme des Grundstücks am Riegsee.
Garmisch-Partenkirchen erwies sich in den vergangen 20 Jahren als ein Zentrum des Gleitschirmsports, so dass hier mehrere nationale und internationale sportliche Wettkämpfe im Gleitschirmsport ausgerichtet wurden. Die 1. Deutsche Meisterschaft im Gleitschirmfliegen fand hier bereits 1987 statt, weitere Deutsche Meisterschaften wurden 1989,1990 und 1991 in Garmisch-Partenkirchen ausgetragen. Es folgten die German Open (1994,1996 und 2004) sowie der German Cup (1997,1998, 2000 und 2004). 1998 wurden zudem der Paragliding World Cup sowie die Europameisterschaft im Jahr 2000 ausgetragen bzw. ausgeflogen. Sämtliche Wettbewerbe wurden vom Verein in Zusammenarbeit mit dem DHV organisiert und selbstverständlich konnten Clubkameraden einige große Erfolge bei den Wettkämpfen verbuchen, wie z.B. beim German Cup 1999, bei dem Christoph Scheck und Heribert Stadler die ersten beiden Plätze belegten. Ebenso trugen die Drachenflieger Wettbewerbe im Garmischer Fluggebiet aus, 1997 fanden hier die German Open statt.
Auch die eigene Clubmeisterschaft, sowie die Werdenfelser Streckenflugmeisterschaft mit jährlicher Wanderpokal-Vergabe erfreute sich schnell großer Beliebtheit bei den hiesigen Piloten, was sich bis heute fortsetzt (gegenwärtig hat übrigens unser 1. Vorsitzender Heribert Stadler beide Titel inne!).
Im September 1994 wurde mit dem 1. Werdenfelser Fliegathlon schließlich noch eine neue Sportart erfunden: die Athleten messen sich dabei in den Disziplinen Radeln, Laufen und Fliegen. Der Fliegathlon wurde 2000 und 2001 erneut aufgelegt.
Weitere große internationale Erfolge erreichten auch unsere heute noch aktiven Clubmitglieder: Bernhard Schmid (Mitglied der Nationalmannschaft u. Teilnehmer der ersten Deutschen Meisterschaft)
Harry Buntz Nationalteam 1992–2000 – Erfolge (Auswahl):
1. Rang European Championship / Team 1992, 1. Rang American Nationals 1992, 1. Rang PWC-Brasil 1994, 1. Rank PWC-Chamonix 1994, 2. Platz German Open 1997, 3. Platz World Championship Team 1999, 1. Rang PWC La Bresse Open 1999
Uli Wiesmeier, Gesamtweltcupsieger 1992, (Mitglied der Nationalmannschaft), Peter Hensold, (Mitglied der Nationalmannschaft), Holger Herfurth, (Teilnehmer der X-Alps), Michael Brunner und Uli Wiesmeier (Rekordflüge in Namibia).